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Stell dir vor du brauchst Pflege, und kein/e PflegerIn kommt. Von Stefan Taibl

Es gärt unter den Beschäftigten. Der private Sozial- und Gesundheitsbereich, in dem überwiegend Frauen arbeiten, verdient laut GPA-DJP noch immer ca. 17 Prozent unter dem Durchschnittslohn der Privatangestellten. Bei 70 Prozent Teilzeitbeschäftigten gewinnt dieser Lohnunterschied noch zusätzlich an Brisanz.

...weiterlesen "SOWI-Kollektivvertrag: Streik liegt in der Luft …"

Leistung_Boerse_250Wie schon die letzten Jahre, bei den Verhandlungen, auch heuer das gleiche Spiel.
BetriebsrätInnen berichten sogar in den Verhandlungen von Armut und materieller Not der Beschäftigten, aber wenn es um konkrete Aktionen geht, um die Arbeits- und Lebensbedinungen zu verbessern, scheitern diese vielfach an mangelnder Vorbereitung. Die hauptamtlichen VertreterInnen der Gewerkschaften haben keine konkreten und gangbaren Wege aufgezeigt, um die Durchsetzung gewerkschaftlicher Ziele auch tatsächlich zu erreichen.

...weiterlesen "KV Verhandlungen für die Sozialwirtschaft abgeschlossen, Ergebnisse unerfreulich"

Der Konzernbetriebsrat der Caritas Socialis und die GPA haben ein richtungsweisendes Urteil vor dem OGH erkämpft. Dieses Urteil bedeutet eine wesentliche Besserstellung für Beschäftigte im Sozialbereich.

Der Konflikt zwischen Konzernbetriebsrat und Geschäftsleitung der Caritas Socialis entbrannte sich an der Frage, ob der Überstundengrundlohn der letzten drei Monate Auswirkung auf Höhe von Urlaubs- und Weihnachtsgeld hat. ...weiterlesen "Sozialwirtschaft: Bei Überstunden höheres Urlaubs- und Weihnachtsgeld"

BetriebsrätInnen aus dem Sozial- und Pflegebereich warnen vor Verarmungstendenzen unter den Beschäftigten in der Sozialwirtschaft.

Einen dringenden Warnruf an die Verantwortungsträger in der Sozialwirtschaft - Arbeitgeber und öffentliche Fördergeber - hat eine überfraktionelle BetriebsrätInneninitiative aus dem privaten Sozial-, Pflege-, Betreuungs- und Gesundheitsbereich gestartet. Unter den Beschäftigten der Sozialbereich habe "Armut trotz Arbeit" inzwischen bewsorgniserregende Ausmaße angenommen, heißt es in einer heutigen Presseaussendung der Initiative dazu.

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Zusätzlich ginge die Einkommensschere zwischen der Sozialwirtschaft und den anderen Branchen noch weiter auseinander: Beschäftigte im privaten Sozial- und Gesundheitsbereich verdienten 18 % weniger als ihrer KollegInnen in anderen Branchen der Privatwirtschaft. Der Abstand sei im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gewachsen.

...weiterlesen "BetriebsrätInnen aus Sozial- und Pflegebereich warnen vor „Verarmung“ ihrer Belegschaften!"

Am 4. Februar wurde in der dritten Verhandlungsrunde der Abschluss der Globalrunde für Caritas, Diakonie und den BAGS-Kollektivvertrag erzielt. Gleich vorweg, dass Ergebnis ist mit 2,75% und nur geringen Bewegungen im Rahmenrecht ungenügend! Ein Kommentar von Stefan Taibl, Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und einer der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich

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Einer der schlechtesten KV-Abschlüsse der letzten Zeit

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Die mittleren Einkommen im  Sozial- und Gesundheitsbereich liegen um rund 20% unter jenen aller ArbeitnehmerInnen in Österreich. Es gab im vergleichbaren Zeitraum nur drei KV-Abschlüsse, die unter 3% liegen. Somit öffnet sich die Einkommensschere zwischen Sozial- und Gesundheitsbereich und den anderen Branchen noch weiter! Wir sprechen zusätzlich von einem Bereich, in dem Großteils nur Teilzeitjobs angeboten werden. Die meisten MitarbeiterInnen liegen in der Einkommensgruppe 4, diese fängt bei 1600 Euro Bruttoentlohnung  bei Vollzeit an.

...weiterlesen "Kommentar zum Abschluss der Kollektivverträge im Sozial- und Gesundheitsbereich am 4. Februar 2013"

Im Rahmen einer am 19. Oktober in der AK Wien stattgefundenden Veranstaltung unter dem Titel "Verteilungsgerechtigkeit - Österreich auf dem Prüfstand" präsentierte Thomas Leoni, wissenschaftlicher Mitarbeiter des WIFO die Ergebnisse der Studie "Sozialpolitik - Verteilungsdimension und Wachstumsmotor". Konklusio der Untersuchung: Der Sozialstaat und damit auch soziale Dienstleistungen wirken sich positiv auf Wachstum und Beschäftigung aus. Der Sozialstaat fördert die Arbeitsmarktbeteiligung, schafft unmittelbar Arbeitsplätze, stabilisiert die Wirtschaft durch Sozialtransfers – sichert also die Binnennachfrage etwa durch Arbeitslosengeld beim Verlust des Arbeitsplatzes, eine ganz wichtige Funktion gerade in Krisenzeiten, erhöht über Bildung die Produktivität und fördert soziale Mobilität und intergenerative Mobilität.

Ein entsprechendes Angebot an sozialen (Dienst-)Leistung sichert nicht nur die soziale Stabilität, sondern hat das Potential Wirtschaftswachstum zu steigern. Etwa der Ausbau von Kinderbetreuung: diese erhöht die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen, reduziert soziale Ungleichheiten, schafft unmittelbar Arbeitsplätze, hat positive Effekte auf die Entwicklung der Kinder etc.

Die Präsentation der Studie mit Zahlen, Daten, Fakten und Schlussfolgerungen als Download gibt es hier.