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Stefan Taibl

In einer letzten langen Verhandlungsrunde wurde der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ)-Kollektivvertrag am 19.1. zwischen GPA-djp/Vida und dem Arbeitgeberverband abgeschlossen.

Von Stefan Taibl.

Die Verhandlungen wurde von den Gewerkschaften wieder einmal ohne Druck auszuüben und ohne erkennbarem Willen zur Mobilisierung geführt und abgeschlossen. Da betonte die Gewerkschaft doch sogar in den Aussendungen in der Woche davor wie freundlich die Arbeitgeberseite dieses Mal sei und wie konstruktiv das Klima. Somit gingen - wohl nicht auf Forderung und Druck der Gewerkschaften, sondern der „Freundlichkeit“ der Arbeitgeberseite geschuldet - einige arbeitsrechtliche Forderungen, wie der Papamonat und die Anrechnung des 3. Karenzjahres, in die Umsetzung.

...weiterlesen "SOWI-Kollektivvertrag: Welche Interessen vertreten die Gewerkschaften?"

In der Nacht von 15. auf 16. Jänner wurden die Verhandlungen zum SWÖ KV abgeschlossen. Ein „zu mageres“ Ergebnis mit symbolischen Fortschritten, das durch einen Zweijahresabschluss noch verstärkt wird. Von Stefan Taibl
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ARMUT trotz Arbeit
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Die Einkommen in den privaten Sozial- und Gesundheitsberufen liegen weit unter  den Medianeinkommen. Armut in den geringer verdienenden Verwendungsgruppen ist vielfach traurige Realität  und sowohl Arbeitgebern als auch dem gewerkschaftlichen Verhandlungsgremium bewusst. Tönte es vor der Verhandlung noch „wir fairdienen mehr“ und wurde bei einer Auftaktveranstalltung mit 600 BetriebsrätInnen aus ganz Österreich noch lautstark angekündigt, der Aufholbedarf zu den Durchschnittseinkonmmen würde reduziert, ist beim Verhandlungsergebnis (Abschluss für zwei Jahre) nur noch wenig davon zu sehen: + 2,5% (bei einer Inflationsrate von 2,2%). Für 2015 die Inflationsrate plus 0,35%. Ein in Summe zu geringer Zuwachs – jedenfalls zu gering um die Einkommenslücke zwischen „Sozialer Arbeit“ und den Durchschnittseinkommen zu schließen.

...weiterlesen "KV für die Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ- vormals BAGS) abgeschlossen – eine Einschätzung"

Saeule schwarzer Hintergrund
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Seit 15. Jänner mittags findet die zweite Kollektivvertragsverhandlungsrunde der Sozialwirtschaft Österreich - SWÖ statt. Sie ist mit "open end" angesetzt. Dieses mal wird es in erster Linie um die prozentuelle Lohnerhöhung gehen. Die Vernetzungsgruppe Soziales rief wieder gemeinsam mit der Initiative "Wir sind sozial aber nicht blöd" zur Aktion auf, um die Forderungen der laut GPA-djp ca. 95.000 Beschäftigten in diesem Sektor  zu unterstützen, zu verstärken und öffentlich zu machen.

Säule_bricht_zusammen
Am Mittwoch, den 8. Jänner morgens rief die Vernetzungsgruppe Soziales zur Aktion im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen im Gesundheits- und Sozialbereich auf: Direkt vor dem ÖGB Haus am Johann-Böhm-Platz in 1020 Wien bei Eintreffen der VerhandlerInnenteams  der Arbeitgeber SWÖ (Sozialwirtschaft Österreich, eh. BAGS) und der ArbeitnehmerInnen brach die tragende Säule der Gesellschaft -  der Gesundheits- & Sozialbereich - einmal mehr symbolisch zusammen.
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Durch immer höheren Quotendruck, Effizienzsteigerung, Bürokratie und Kontrollwahnsinn verschlechtern sich laufend die Arbeits- und Einkommensverhältnisse im Sozialwesen.
Die Vernetzungsgruppe Soziales, eine überfraktionelle Vernetzung von BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen, Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich und sozialpolitisch Interessierten fordert gemeinsam mit der Initiative "Wir sind sozial aber nicht blöd" längst fälligen Verbesserungen. Auch KollegInnen vom "Augustin" und der Initiative "Aktive Arbeitslose" sprachen sich solidarisch aus.

Lautstark demonstrierten gestern in Wien, Graz, Linz, St. Pölten und Klagenfurt über 7000 Menschen für eine merkbare Erhöhung der Einkommen im Sozial - und Gesundheitsbereich. Etwa 3000 Beschäftigte zogen in Wien vom Lebensministerium zum Ballhausplatz und forderten faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen.

Wir waren mit dabei, Renate Sassmann hat gefilmt und läßt die Betroffenen selbst zu Wort kommen.

...weiterlesen "Soziale Arbeit ist mehr wert"

"Reden wir über Streik" - meint Stefan Taibl, Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und Vertreter der AUGE/UG im Bundesausschuss des Wirtschaftsbereichs 17 - Sozial- und Gesundheitsberufe - der GPA-djp.

Am 24. Jänner scheiterten einmal mehr die KV-Verhandlungen für die Sozial- und Gesundheitsberufe. Eine "Nulllohnrunde" für die Beschäftigten im (privaten!) Sozial- und Gesundheitsbereich scheint zwar einmal abgewendet, allerdings will die Arbeitgeberseite nicht einmal die Inflationsrate abgelten. Erhöhungen von unter 2,4 % - wie angeboten - stellen tatsächlich Reallohnverluste dar. In diesem Falle wäre selbst ein Plus noch ein Minus! Und das in einer Branche, die - laut aktuellem Einkommensbericht des Rechnungshofs

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  • mit einem mittleren Jahreseinkommen von 20.263 Euro/brutto um über 20 % unter den mittleren ArbeitnehmerInneneinkommen insgesamt liegt
  • mit Platz 13 von 18 Branchen wohl als "Niedriglohnbranche" zu bezeichnen ist
  • mit einem Frauenanteil von 78 % und einem Teilzeitanteil von 56 % dagegen unter allen Wirtschaftsbereichen an der Spitze liegt!

...weiterlesen "Gescheiterte KV-Verhandlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich … reden wir über Streik!"

Nach zwei erfolglos abgebrochenen BAGS-KV Verhandlungsrunden, zahlreichen Betriebs- und Protestversammlungen in sozialen Vereinen, wurde im Rahmen der Dritten Verhandlungsrunde zwischen 20. und 21. Februar um 6 Uhr früh schließlich doch einen Einigung erzielt. Von Stefan Taibl

...weiterlesen "BAGS KV Verhandlungen 2012: Der Abschluss"

Vorerst einmal keine Lohnanpassung im privaten Gesundheits- und Sozialbereich des BAGS-KV wie auch der Caritas. Ein Bericht von Stefan Taibl, BR-Vorsitzender im Sozialbereich und AUGE/UG-Vertreter im WB 17 der GPA-djp.

Vorneweg einmal: die Gewerkschaften GPA-DJP und Vida forderten erstmals einen Reallohnzuwachs für den chronisch unterbezahlten Bereich des BAGS-KV. Dieser KV umfasst alle Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich. Die Forderung der Gewerkschaften lag bei 4,1 %, die Arbeitgeberseite kam mit dem Beamtenabschluss in die Verhandlung: 2,95 %.

Arbeitgeberseite bewegt sich nicht … außer vom Verhandlungstisch

Nach 12 Stunden Verhandlung vom 12. auf 13. Jänner 2012 bewegte sich die Arbeitgeberseite auf 3,05 %: ein „ganzes“ Zehntel-Prozent! Und brach mit Nichtannahme dieses Vorschlages seitens der ArbeitnehmerInnenseite die Verhandlungen ab.

...weiterlesen "BAGS: KV-Verhandlungen gescheitert!"