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Leistung_Boerse_250Wie schon die letzten Jahre, bei den Verhandlungen, auch heuer das gleiche Spiel.
BetriebsrätInnen berichten sogar in den Verhandlungen von Armut und materieller Not der Beschäftigten, aber wenn es um konkrete Aktionen geht, um die Arbeits- und Lebensbedinungen zu verbessern, scheitern diese vielfach an mangelnder Vorbereitung. Die hauptamtlichen VertreterInnen der Gewerkschaften haben keine konkreten und gangbaren Wege aufgezeigt, um die Durchsetzung gewerkschaftlicher Ziele auch tatsächlich zu erreichen.

...weiterlesen "KV Verhandlungen für die Sozialwirtschaft abgeschlossen, Ergebnisse unerfreulich"

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Vernetzung Soziales und die Initiative "Wir sind sozial aber nicht blöd" rufen zur Aktion
im Rahmen der 2. SWÖ (eh. BAGS) Kollektivvertragsverhandlungs-Runde
in St. Pölten auf
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WANN: Mittwoch 15. Jänner
ACHTUNG neue Uhrzeiten: 10:30h & 11:30h
WO Bahnhofsplatz  (10:30h) und  Kremser Gasse, Ecke Domgasse (11.30h)
a.
TREFFPUNKT IN WIEN: 09:15 Uhr,
Wien Westbahnhof
(untere Halle, bei den Fahrkartenautomaten)

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Denn wir, die Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich, haben ein Anrecht auf faire Arbeits- und Einkommensverhältnisse, erfüllen wir doch einen wichtigen öffentlichen und  gesellschaftlichen Auftrag. Denn soziale Arbeit ist nicht nur mehr wert, sie bringt auch einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert!

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Die Vernetzungsgruppe Soziales ist eine überfraktionelle Vernetzung von BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen, Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich und sozialpolitisch Interessierten.
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KOMM HIN UND MACH MIT!
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Infos und Team:  www.kiv.at/vernetzung-soziales

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Im Rahmen der BetriebsrätInnenkonferenz des privaten Sozial- und Gesundheitsbereichs (veranstaltet von GPA-djp und vida im Vorfeld der KV-Verhandlungen Sozialwirtschaft Österreich, Caritas, Diakonie) am 4. Dezember 2013 gings aktionistisch zu. BetriebsrätInnen der AUGE-KIV-UG-Vernetzungsgruppe Soziales errichteten vor dem Haus der Begegnung in dem die BetriebsrätInnenkonferenz stattfand die "Tragende Säule Sozialbereich" -  die allerdings schwer einsturzgefährdet ist: Arbeitsüberlastung, Teilzeitarbeit, Löhne und Gehälter knapp an der Armutsgrenze, Sparmaßnahmen bei öffentlichen Fördergebern ... Den Betroffenen reicht's.

 

Hier ein Kurzfilm zur Aktion mit Interviews.

...weiterlesen "Wenn die „tragende Säule“ Sozialbereich zusammenbricht …"

Ein Rückblick auf eine Veranstaltung der Vernetzung Soziales am 18.09.2013

Einen Einblick in die gewerkschaftlichen Abläufe bei den Kollektivvertragsverhandlungen (KV) am letztjährigen Beispiel der Sozialwirtschaft Österreich (BAGS) ermöglichte uns Stefan Taibl,  Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und einer der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die damals letzte Abstimmung im Zuge der Verhandlungen viel knapp aus. Dennoch erfolgte eine Zustimmung zum vergleichsweise niedrigen KV-Abschluss unter der Inflationsrate, also mit Reallohnverlust für die ArbeitnehmerInnen.

...weiterlesen "Das war „Armut trotz Arbeit -- Armutsgefährdung für Beschäftigte im Sozialbereich“"

Am 4. Februar wurde in der dritten Verhandlungsrunde der Abschluss der Globalrunde für Caritas, Diakonie und den BAGS-Kollektivvertrag erzielt. Gleich vorweg, dass Ergebnis ist mit 2,75% und nur geringen Bewegungen im Rahmenrecht ungenügend! Ein Kommentar von Stefan Taibl, Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und einer der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich

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Einer der schlechtesten KV-Abschlüsse der letzten Zeit

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Die mittleren Einkommen im  Sozial- und Gesundheitsbereich liegen um rund 20% unter jenen aller ArbeitnehmerInnen in Österreich. Es gab im vergleichbaren Zeitraum nur drei KV-Abschlüsse, die unter 3% liegen. Somit öffnet sich die Einkommensschere zwischen Sozial- und Gesundheitsbereich und den anderen Branchen noch weiter! Wir sprechen zusätzlich von einem Bereich, in dem Großteils nur Teilzeitjobs angeboten werden. Die meisten MitarbeiterInnen liegen in der Einkommensgruppe 4, diese fängt bei 1600 Euro Bruttoentlohnung  bei Vollzeit an.

...weiterlesen "Kommentar zum Abschluss der Kollektivverträge im Sozial- und Gesundheitsbereich am 4. Februar 2013"

Lautstark demonstrierten gestern in Wien, Graz, Linz, St. Pölten und Klagenfurt über 7000 Menschen für eine merkbare Erhöhung der Einkommen im Sozial - und Gesundheitsbereich. Etwa 3000 Beschäftigte zogen in Wien vom Lebensministerium zum Ballhausplatz und forderten faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen.

Wir waren mit dabei, Renate Sassmann hat gefilmt und läßt die Betroffenen selbst zu Wort kommen.

...weiterlesen "Soziale Arbeit ist mehr wert"

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Folgende Presseaussendung wurde heute über die Gewerkschaft GPA-djp über die APA veröffentlicht:

Beschäftigten der Aids Hilfe drohen Gehaltseinbußen von bis zu 16 Prozent

GPA-djp Wien und Betriebsrat wehren sich gegen Verschlechterung von Arbeitsbedingungen und Leistungen für die Öffentlichkeit unter dem Deckmantel von Kollektivverträgen

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) Gehaltseinbußen von bis zu 16 Prozent drohen Beschäftigten bei der Aids Hilfe Wien (die auch für Niederösterreich und das Burgenland zuständig ist). Die Geschäftsführung argumentiert diese Maßnahme, von der 22 der insgesamt 38 Beschäftigten betroffen wäre, mit hohen Lohnkosten von rund 75% des Gesamtbudgets, was allerdings im Sozial- und Gesundheitsbereich üblich ist.++++

...weiterlesen "Aufruf: Solidarität mit den Beschäftigten der Aids Hilfe Wien!"

Nach zwei erfolglos abgebrochenen BAGS-KV Verhandlungsrunden, zahlreichen Betriebs- und Protestversammlungen in sozialen Vereinen, wurde im Rahmen der Dritten Verhandlungsrunde zwischen 20. und 21. Februar um 6 Uhr früh schließlich doch einen Einigung erzielt. Von Stefan Taibl

...weiterlesen "BAGS KV Verhandlungen 2012: Der Abschluss"

Kurzfilm von der Kundgebung: Interviews mit Betroffenen, BetriebsrätInnen und Beschäftigten aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich

Tausende Beschäftigte und BetriebsrätInnen (unter ihnen zahlreiche AUGE/UG und KIV/UG-AktivistInnen und BelegschaftsvertreterInnen)  - in Wien alleine an die 3.000 - aus dem privaten aber auch kommunalen Sozial- und Gesundheitsbereich demonstrierten am 1. Februar 2010 in ganz Österreich für einen ordentlichen Lohn- und Gehaltsabschluss im Rahmen der stockenden BAGS-, Caritas-, und Privat- und Ordensspitäler-KV Verhandlungen und für bessere Arbeitsbedingungen.

...weiterlesen "Das war die BAGS-KV Demo am 1. Februar: „Soziale Arbeit ist mehr wert!“"

In Wien hat sich im Mai 2011 eine neue Interessensvertretung sozialer Dienstleistungsunternehmen für Menschen mit Behinderung (IVS Wien) gegründet, die sich als „politisch unabhängige Dialog-Plattform“ versteht und sich für verbesserte Rahmenbedingunge n und die rasche Umsetzung der UN-Behindertenrechstkonvention einsetzt.

Für den 16. Juni ist eine Auftaktpressekonferenz geplant, ab diesem Tag geht auch die Homepage www.ivs-wien.at online. In der IVS Wien sind 16 private Wiener Sozialeinrichtungen (u.a. Assist GmbH, Lebenshilfe Wien, Caritas Wien, GIN, Auftakt GmbH, BALANCE, ÖHTB, u.v.m.), „... allesamt Partnerorganisationen des 'Fonds Soziales Wien' organisiert.

Laut Robert Mittermair, Vorstandssprecher und Geschäftsführer des „Vereins LOK – Leben ohne Krankenhaus“ ist ein Ziel der IVS Wien , „ … möglichst rasch einen offenen Dialog über die Weiterentwicklung der Angebote der Wiener Behindertenhilfe und neue Finanzierungsmodelle zu starten“.

 

Längst überfälliger organisierter, „offener“ vor allem jedoch „offensiver“ Dialog

Dieser „offene Dialog“ den die Behindertenvereine nun führen wollen, ist längst überfällig, höchst dringlich und muss vor allem auch „offensiv“ geführt werden. Es darf wohl nicht angenommen werden, dass im Unterschied zu Rest-Österreich in Wien im Sozialbereich keine Sparmaßnahmen drohen.

Auch wenn diese wohl nicht so drastisch ausfallen werden, wie etwa in der Steiermark: der Sozialbereich ist bereits jetzt notorisch unterfinanziert, in vielen Bereichen gibt es massive Versorgungslücken, etwa im Bereich der Jugendarbeit und der Pflege, jede weitere Mittelkürzung würde die Versorgungslücken und den Druck auf die Beschäftigten weiter erhöhen. Und Einsparungen bzw. Druck auf Beschäftigte finden bereits statt, wenn auch bislang in anderen Bereichen: Im KAV etwa – im Wiener Krankenanstaltenverbund - sollen rund 50 Mio. Euro gespart werden.

 

Die Ereignisse rund um den - vor allem im Bereich Pflege aktiven - Verein „Sozial Global“ mit ursprünglich geplanten 385 „Änderungskündigungen“ und Wiedereinstellungen zu finanziell deutlich schlechteren Bedingungen zeigen auch recht deutlich, dass der „Fonds Soziales Wien“ - bzw. die Gemeinde Wien als Eigentümerin desselben – nur noch wenig gewillt ist, „Überzahlungen“ über dem BAGS-Kollektivvertrag zu finanzieren.

Öffentliche Hand als Lohndrücker?

Unsere – anno dazumal im Rahmen der BAGS KV Umsetzung - geäußerten Befürchtungen werden leider wahr: der BAGS-KV wird seitens der öffentlichen Hand mehr und mehr dazu genutzt, Einkommen im Sozialbereich zu drücken. Ǜber-KV-Bezahlungen werden seitens der öffentlichen Fördergeber einfach nicht berücksichtigt bzw. finanziert. Die Vereine sollen eben sehen, wie sie mit den immer knapper werden Mitteln auskommen. Selbst die Finanzierung von KV-Erhöhungen werden zusehends ein Problem – sitzen doch die Fördergeber nicht am Verhandlungstisch und sehen sich diese zunehmend keineswegs zwingend veranlasst, entsprechende KV-Erhöhungen auf finanziell abzugelten.

In diesem Sinne kann nur begrüßt werden, wenn sich die sozialen Dienstleister zu einer Interessenvertretung zusammenschliessen und gegenüber dem Fördergeber entsprechend organisieren – wenn denn das geplant ist. Nur allzuoft musste die ArbeitnehemrInnenseite nämlich erleben, wie sich Trägervereine gegenseitig ausspielen lassen. Das ist bei Sozialeinrichtungen oft nicht viel anders, als bei arbeitsmarktnahen Bildungseinrichtungen.

Ohne Beschäftigte geht nichts!

Eines muss allerdings auch dieser neuen „Arbeitgeber“-Interessensvertretung klar sein: ohne die Beschäftigten geht nichts, rein gar nichts! Die Beschäftigten werden sich jedenfalls zu wehren wissen, sollten Verhandlungen bzw. Vereinbarungen über ihre Köpfe hinweg geführt werden. Das haben die ArbeitnehmerInnen im Sozialbereich – gerade auch in Wien - schon mehrfach bewiesen.

„Verbesserte Rahmenbedingungen“ müssen einmal vor allem auch verbesserte, gute Arbeit für die Beschäftigten im Sozialbereich bedeuten, das heißt u.a. Burn-Out-Prävention, eine enstprechende Entlohnung, planbare Arbeitszeiten und Dienste, eine deutliche Personalaufstockung.

„Neue Finanzierungsmodelle“ müssen u.a. entsprechend mehr Geld seitens der Gemeinde Wien bedeuten. Die öffentliche Hand darf sich nicht aus der Finanzierung sozialer Dienstleistungen verabschieden, mit welchen sie selber die sozialen Vereine beauftragt hat. Notfalls muss halt – so lange auf Bundesebene in Richtung Vermögenssteuern nicht weitergeht – die Gemeinde Wien selbst neue Finanzierungsquellen auftun, welche an „Vermögen“ und „Einkommen aus Vermögen“ ansetzen – etwas Flächenumwidmungsgewinne besteuern oder eine Flächenverbrauchts- bzw. Verkehrserregerabgabe einführen.

Jedenfalls bleiben als zentrale Forderungen:

  • Fördergeber im Rahmen von BAGS-KV-Runden mit an den Verhandlungstisch
  • Ausreichende öffentliche Mittel für eine deutliche finanzielle Aufwertung sozialer Berufe sowie zur Behebung des eklatanten Personalnotstands – weil soziale Arbeit nicht nur mehr wert ist, sondern auch sozialen Mehrwert bringt!
  • Finanzierungsvereinbarungen mit der öffentlichen Hand, die eine mittelfristige Personal- und Bestandssicherheit/-planung zulassen
  • ausreichende Mittel für den kommunalen, öffentlichen Sozial-, Gesundheits-, Pflege- und Jugendbereich
  • eben: die Bereitstellung einer Sozialmilliarde, finanziert aus vermögensbezogenen Steuern!

 

Link: OTS der IVS Wien vom 6. Juni 2011: „Neue Plattform stärkt professionelle Dienstleister im Sozialraum Wien“