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Bild "Soziale Arbeit ist mehr wert"Ein sich schon tatsächlich über Jahrzehnte schleppendes Projekt kommt nun der Umsetzung näher: ein Berufsgesetz für Soziale Arbeit. Kurz vor dem Sommer hat die rot-grüne Wiener Stadtregierung einen Gesetzestext, der die Berufsberechtigung für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (sowie Sozialarbeitswissenschafter_innen) umfasst, präsentiert. Ziel ist eine bundesweite einheitliche Regelung.

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Der Text wurde von einer ExpertInnengruppe des Berufsverbandes (OBDS) gemeinsam mit SozialpädagogInnen und Barbara Bittner von der FH Wien mit juristischer Unterstützung verfasst. Aber leider, an den Landesorganisationen und der Basis vorbei. Jetzt soll er aber doch noch breit diskutiert werden. Ob Änderungen angenommen werden wird sich zeigen. Grundsätzlich begrüßen wir den Entwurf, obwohl er doch – noch? - Mängel aufweist. Er legt sich viel zu wenig fest, ist in wesentlichen Punkten vage, wo er Schutz und Klarheit bieten sollte. Wo gehört Soziale Arbeit unabdingbar von Fachleuten gemacht? Auf welchen Inhalt dürfen sich diese berufen, um sich vor den  oft kontraproduktiv wirkenden Anforderungen seitens der Fördergeber zu schützen? Aber auch: welche zwingende Verwendung hat der Master für soziale Arbeit, der ja auch vom Verband als Ausbildungsziel durchgesetzt wurde? Auch seitens  der AUGE/UG und der KIV/UG haben wir zu einer Rückmeldeschleife aufgerufen, um konstruktiv und inhaltlich an der Umsetzung des Gesetzes und der Behebung der Mängel mitzuwirken. Weil wir der Meinung sind, dass es unbedingt ein Berufsgesetz braucht und die realistische Chance einer – bestenfalls bundesweiten - Umsetzung unbedingt genutzt werden sollte.

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Den Gesetzesentwurf ist auf der Website des Berufsverbands der Sozialen Arbeit downloadbar.
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Rückmeldungen bitte an s.taibl.psd (at) psz.co.at

Saeule schwarzer Hintergrund
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Seit 15. Jänner mittags findet die zweite Kollektivvertragsverhandlungsrunde der Sozialwirtschaft Österreich - SWÖ statt. Sie ist mit "open end" angesetzt. Dieses mal wird es in erster Linie um die prozentuelle Lohnerhöhung gehen. Die Vernetzungsgruppe Soziales rief wieder gemeinsam mit der Initiative "Wir sind sozial aber nicht blöd" zur Aktion auf, um die Forderungen der laut GPA-djp ca. 95.000 Beschäftigten in diesem Sektor  zu unterstützen, zu verstärken und öffentlich zu machen.

Säule_bricht_zusammen
Am Mittwoch, den 8. Jänner morgens rief die Vernetzungsgruppe Soziales zur Aktion im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen im Gesundheits- und Sozialbereich auf: Direkt vor dem ÖGB Haus am Johann-Böhm-Platz in 1020 Wien bei Eintreffen der VerhandlerInnenteams  der Arbeitgeber SWÖ (Sozialwirtschaft Österreich, eh. BAGS) und der ArbeitnehmerInnen brach die tragende Säule der Gesellschaft -  der Gesundheits- & Sozialbereich - einmal mehr symbolisch zusammen.
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Durch immer höheren Quotendruck, Effizienzsteigerung, Bürokratie und Kontrollwahnsinn verschlechtern sich laufend die Arbeits- und Einkommensverhältnisse im Sozialwesen.
Die Vernetzungsgruppe Soziales, eine überfraktionelle Vernetzung von BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen, Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich und sozialpolitisch Interessierten fordert gemeinsam mit der Initiative "Wir sind sozial aber nicht blöd" längst fälligen Verbesserungen. Auch KollegInnen vom "Augustin" und der Initiative "Aktive Arbeitslose" sprachen sich solidarisch aus.

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Wir, die Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich, haben ein Anrecht auf faire Arbeits- und Einkommensverhältnisse, erfüllen wir doch einen wichtigen öffentlichen und gesellschaftlichen Auftrag. Denn soziale Arbeit ist nicht nur mehr wert, sie bringt auch einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert!

AKTION: Mittwoch 08. Jänner 2014, Erste SWÖ-Verhandlungsrunde, ÖGB (Catamaran) Johann-Böhm-Platz 1, 120 Wien, 7:30h

AKTION: Mittwoch 15. Jänner 2014, Fußgängerzone St. Pölten Innenstadt
ACHTUNG neue Uhrzeiten: 10:30h & 11:30h
Bahnhofsplatz  (10:30h) und  Kremser Gasse, Ecke Domgasse (11.30h)

KOMM HIN UND MACH MIT!

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Offener Brief an die RegierungsverhandlerInnen: Antwort der damals noch verhandelnde Regierung

Die Regierungsverhandlungen waren parallel zu den ersten Kollektivvertragsverhandlungen im vollen Gange. Das nahmen wir - die Vernetzungsgruppe Soziales - zum Anlass unser Forderungspaket den RegierungsverhandlerInnen zu übermitteln. Wir haben eine Antwort erhalten.
Zur Erinnerung: das war der Forderungsbrief

 

 

 

Sehr geehrter Herr Taibl,

Danke für Ihre E-Mail und Ihr Forderungspaket. Für uns als Partei sind das gerade jetzt wichtige Rückmeldungen.

Nach den Wahlen war klar, dass nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden konnte. Österreich hat sich eine moderne Weiterentwicklung verdient und wir brauchen auf Regierungsebene einen neuen Stil. Das ist jetzt auszuloten.

...weiterlesen "Offener Brief an die RegierungsverhandlerInnen: Eine Antwort"

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Im Rahmen der BetriebsrätInnenkonferenz des privaten Sozial- und Gesundheitsbereichs (veranstaltet von GPA-djp und vida im Vorfeld der KV-Verhandlungen Sozialwirtschaft Österreich, Caritas, Diakonie) am 4. Dezember 2013 gings aktionistisch zu. BetriebsrätInnen der AUGE-KIV-UG-Vernetzungsgruppe Soziales errichteten vor dem Haus der Begegnung in dem die BetriebsrätInnenkonferenz stattfand die "Tragende Säule Sozialbereich" -  die allerdings schwer einsturzgefährdet ist: Arbeitsüberlastung, Teilzeitarbeit, Löhne und Gehälter knapp an der Armutsgrenze, Sparmaßnahmen bei öffentlichen Fördergebern ... Den Betroffenen reicht's.

 

Hier ein Kurzfilm zur Aktion mit Interviews.

...weiterlesen "Wenn die „tragende Säule“ Sozialbereich zusammenbricht …"

Einladung zur Vernetzung Soziales & deren anschließenden Veranstaltung:

Heißer Herbst oder langer kalter Winter?
Laufende Regierungsverhandlungen & Beginn der
Kollektivvertragsverhandlungen im Gesundheits- und Sozialbereich

am Montag, 18. Nov 2013,
Vernetzungsgruppe Soziales: ab 17 Uhr
Veranstaltung: von 18 - 20 Uhr

im KIV-Club, Große Mohrengasse 42, 1020 Wien

mit
Ingrid Rössl, Betriebsratsvorsitzende der Lebenshilfe Wien und eine der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich
Lukas Wurz, Ausschuss für Arbeit und Soziales des Grünen Klubs im Parlament
Betriebsrat der Diakonie (angefragt)
Peter Grobner, Angestelltenbetriebsratsvorsitzender der Caritas NÖ und Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs 19 in der gpa djp in NÖ
Stefan Taibl, Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und einer der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich

...weiterlesen "Heißer Herbst oder langer kalter Winter?"

Die Regierungsverhandlungen sind im vollen Gange und die Vorbereitungen zu den Kollektivvertragsverhandlungen im Sozial- und Gesundheitsbereich haben auch bereits begonnen. Wir – die Vernetzungsgruppe Soziales – nehmen diese Situation zum Anlass unser Forderungspaket an das RegierungsverhandlerInnen-Team zu übermitteln. Die Effizienzsteigerungen der letzten Jahre, vielfach unter dem Diktat knapper werdender öffentlicher Mittel, ist auch am Sozial- und Gesundheitsbereich nicht spurlos vorüber gegangen. Bereits jetzt sind besorgniserregende Zustände entstanden.

...weiterlesen "Die Vernetzungsgruppe Soziales übermittelt dem KoalitionsverhandlerInnen-Team ihr Forderungspaket"

Ein Rückblick auf eine Veranstaltung der Vernetzung Soziales am 18.09.2013

Einen Einblick in die gewerkschaftlichen Abläufe bei den Kollektivvertragsverhandlungen (KV) am letztjährigen Beispiel der Sozialwirtschaft Österreich (BAGS) ermöglichte uns Stefan Taibl,  Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und einer der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die damals letzte Abstimmung im Zuge der Verhandlungen viel knapp aus. Dennoch erfolgte eine Zustimmung zum vergleichsweise niedrigen KV-Abschluss unter der Inflationsrate, also mit Reallohnverlust für die ArbeitnehmerInnen.

...weiterlesen "Das war „Armut trotz Arbeit -- Armutsgefährdung für Beschäftigte im Sozialbereich“"

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Die Vernetzung Soziales unterstützt die Petition des Berufsgruppenausschuss der SozialarbeiterInnen der Gemeinde Wien, weil durch ein klar geregeltes Berufsgesetz Standards in der Bearbeitung sozialer Probleme sichergestellt werden können. Dazu sind eine entsprechende Ausbildung sowie die Fähigkeit zur Reflexion anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse und fachlicher Kompetenzen erforderlich.  Das Fehlen eines Berufsgesetzes trägt dazu bei, die Wirksamkeit der Sozialarbeit durch beliebige Eingriffe und fremdbestimmte Definitionsmacht zu untergraben.   Daher  sollte ein Berufsgesetz die Sozialarbeit vor derartiger hierarchischer Willkür schützen.

Petitionstext und Unterschriftenliste