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Teilerfolge erzielt, wichtige Schritte geschafft, aber im Endeffekt an uns selbst gescheitert. Eine Ersteinschätzung von Stefan Taibl.

Die KV-Verhandlungen sind diesmal mit einer großen Mobilisierungswelle der Gewerkschaft einhergegangen. Die SP in der Opposition machte es nun scheinbar auch der FSG leichter, energischer aufzutreten. Die letzen Jahre hab ich das sehr vermisst.

...weiterlesen "Abschluss SWÖ KV-Verhandlungen: Da wär‘ mehr gegangen!"

In der Nacht vom 23. auf den 24. Februar wurde der SWÖ-KV in der sechsten Verhandlungsrunde abgeschlossen. Die Monate und Wochen zuvor hatten die Arbeitgeber die Verhandlungen immer wieder unterbrochen, mit dem Hinweis,  dass sie keine der drei Hauptverhandlungspunkte der Gewerkschaften akzeptieren würden -  und, wenn diese mit der in der fünften Verhandlungsrunde angebotenen Erhöhung von 2,45 % nicht einverstanden seien, eben gar nichts bekommen würden.
...weiterlesen "SWÖ-Kollektivvertrag abgeschlossen: Nur Teilerfolge"

Stell dir vor du brauchst Pflege, und kein/e PflegerIn kommt. Von Stefan Taibl

Es gärt unter den Beschäftigten. Der private Sozial- und Gesundheitsbereich, in dem überwiegend Frauen arbeiten, verdient laut GPA-DJP noch immer ca. 17 Prozent unter dem Durchschnittslohn der Privatangestellten. Bei 70 Prozent Teilzeitbeschäftigten gewinnt dieser Lohnunterschied noch zusätzlich an Brisanz.

...weiterlesen "SOWI-Kollektivvertrag: Streik liegt in der Luft …"

Leistung_Boerse_250Wie schon die letzten Jahre, bei den Verhandlungen, auch heuer das gleiche Spiel.
BetriebsrätInnen berichten sogar in den Verhandlungen von Armut und materieller Not der Beschäftigten, aber wenn es um konkrete Aktionen geht, um die Arbeits- und Lebensbedinungen zu verbessern, scheitern diese vielfach an mangelnder Vorbereitung. Die hauptamtlichen VertreterInnen der Gewerkschaften haben keine konkreten und gangbaren Wege aufgezeigt, um die Durchsetzung gewerkschaftlicher Ziele auch tatsächlich zu erreichen.

...weiterlesen "KV Verhandlungen für die Sozialwirtschaft abgeschlossen, Ergebnisse unerfreulich"

Bild "Soziale Arbeit ist mehr wert"Ein sich schon tatsächlich über Jahrzehnte schleppendes Projekt kommt nun der Umsetzung näher: ein Berufsgesetz für Soziale Arbeit. Kurz vor dem Sommer hat die rot-grüne Wiener Stadtregierung einen Gesetzestext, der die Berufsberechtigung für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (sowie Sozialarbeitswissenschafter_innen) umfasst, präsentiert. Ziel ist eine bundesweite einheitliche Regelung.

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Der Text wurde von einer ExpertInnengruppe des Berufsverbandes (OBDS) gemeinsam mit SozialpädagogInnen und Barbara Bittner von der FH Wien mit juristischer Unterstützung verfasst. Aber leider, an den Landesorganisationen und der Basis vorbei. Jetzt soll er aber doch noch breit diskutiert werden. Ob Änderungen angenommen werden wird sich zeigen. Grundsätzlich begrüßen wir den Entwurf, obwohl er doch – noch? - Mängel aufweist. Er legt sich viel zu wenig fest, ist in wesentlichen Punkten vage, wo er Schutz und Klarheit bieten sollte. Wo gehört Soziale Arbeit unabdingbar von Fachleuten gemacht? Auf welchen Inhalt dürfen sich diese berufen, um sich vor den  oft kontraproduktiv wirkenden Anforderungen seitens der Fördergeber zu schützen? Aber auch: welche zwingende Verwendung hat der Master für soziale Arbeit, der ja auch vom Verband als Ausbildungsziel durchgesetzt wurde? Auch seitens  der AUGE/UG und der KIV/UG haben wir zu einer Rückmeldeschleife aufgerufen, um konstruktiv und inhaltlich an der Umsetzung des Gesetzes und der Behebung der Mängel mitzuwirken. Weil wir der Meinung sind, dass es unbedingt ein Berufsgesetz braucht und die realistische Chance einer – bestenfalls bundesweiten - Umsetzung unbedingt genutzt werden sollte.

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Den Gesetzesentwurf ist auf der Website des Berufsverbands der Sozialen Arbeit downloadbar.
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Rückmeldungen bitte an s.taibl.psd (at) psz.co.at

Fachtagung für PersonalvertreterInnen und BetriebsrätInnen der Sozial- und Gesundheitsberufe in Wien

Einladung und Programm

Datum: 24.04.2015
Zeit: 9-17 Uhr
Veranstalter: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, gedifo, Ärztekammer für Wien
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, Großer Saal
Adresse: Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien
Teilnahmegebühr: freier Eintritt

...weiterlesen "Was ist los in unserem Sozial- und Gesundheitssystem"

Der Konzernbetriebsrat der Caritas Socialis und die GPA haben ein richtungsweisendes Urteil vor dem OGH erkämpft. Dieses Urteil bedeutet eine wesentliche Besserstellung für Beschäftigte im Sozialbereich.

Der Konflikt zwischen Konzernbetriebsrat und Geschäftsleitung der Caritas Socialis entbrannte sich an der Frage, ob der Überstundengrundlohn der letzten drei Monate Auswirkung auf Höhe von Urlaubs- und Weihnachtsgeld hat. ...weiterlesen "Sozialwirtschaft: Bei Überstunden höheres Urlaubs- und Weihnachtsgeld"

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Vernetzung Soziales und die Initiative "Wir sind sozial aber nicht blöd" rufen zur Aktion
im Rahmen der 2. SWÖ (eh. BAGS) Kollektivvertragsverhandlungs-Runde
in St. Pölten auf
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WANN: Mittwoch 15. Jänner
ACHTUNG neue Uhrzeiten: 10:30h & 11:30h
WO Bahnhofsplatz  (10:30h) und  Kremser Gasse, Ecke Domgasse (11.30h)
a.
TREFFPUNKT IN WIEN: 09:15 Uhr,
Wien Westbahnhof
(untere Halle, bei den Fahrkartenautomaten)

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Denn wir, die Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich, haben ein Anrecht auf faire Arbeits- und Einkommensverhältnisse, erfüllen wir doch einen wichtigen öffentlichen und  gesellschaftlichen Auftrag. Denn soziale Arbeit ist nicht nur mehr wert, sie bringt auch einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert!

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Die Vernetzungsgruppe Soziales ist eine überfraktionelle Vernetzung von BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen, Beschäftigten im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich und sozialpolitisch Interessierten.
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KOMM HIN UND MACH MIT!
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Infos und Team:  www.kiv.at/vernetzung-soziales

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Im Rahmen der BetriebsrätInnenkonferenz des privaten Sozial- und Gesundheitsbereichs (veranstaltet von GPA-djp und vida im Vorfeld der KV-Verhandlungen Sozialwirtschaft Österreich, Caritas, Diakonie) am 4. Dezember 2013 gings aktionistisch zu. BetriebsrätInnen der AUGE-KIV-UG-Vernetzungsgruppe Soziales errichteten vor dem Haus der Begegnung in dem die BetriebsrätInnenkonferenz stattfand die "Tragende Säule Sozialbereich" -  die allerdings schwer einsturzgefährdet ist: Arbeitsüberlastung, Teilzeitarbeit, Löhne und Gehälter knapp an der Armutsgrenze, Sparmaßnahmen bei öffentlichen Fördergebern ... Den Betroffenen reicht's.

 

Hier ein Kurzfilm zur Aktion mit Interviews.

...weiterlesen "Wenn die „tragende Säule“ Sozialbereich zusammenbricht …"

Ein Rückblick auf eine Veranstaltung der Vernetzung Soziales am 18.09.2013

Einen Einblick in die gewerkschaftlichen Abläufe bei den Kollektivvertragsverhandlungen (KV) am letztjährigen Beispiel der Sozialwirtschaft Österreich (BAGS) ermöglichte uns Stefan Taibl,  Betriebsratsvorsitzender der PSZ GmbH und einer der AUGE/UG-VertreterInnen im großen Verhandlungsgremium zu den Kollektivverträgen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Die damals letzte Abstimmung im Zuge der Verhandlungen viel knapp aus. Dennoch erfolgte eine Zustimmung zum vergleichsweise niedrigen KV-Abschluss unter der Inflationsrate, also mit Reallohnverlust für die ArbeitnehmerInnen.

...weiterlesen "Das war „Armut trotz Arbeit -- Armutsgefährdung für Beschäftigte im Sozialbereich“"